

Leder 6.9 Extrait de Parfum
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Berlin, 1856. In einer Stadt, die Industrie und Avantgarde gleichermaßen atmet, gründete Joachim Friedrich Schwarzlose ein Parfumhaus, das bis heute eine eigene olfaktorische Sprache spricht. Mit Leder 6.9 setzt die Hauptparfümeurin Véronique Nyberg dieser Tradition ein modernes Denkmal – ein Extrait, das die preußische Strenge mit Berliner Sinnlichkeit verbindet und dabei eine ganz neue Lesart des klassischen Leder Parfums entwirft.
Der Auftakt ist unmittelbar: warmes, geschmeidiges Leder, durchwoben von einem goldenen Faden Safran, der sofort eine orientalische Tiefe öffnet. Was folgt, ist überraschend zart – Davana und Kakao legen sich wie ein samtiger Schleier über die Komposition, während Vanille und Patchouli eine dunkle, beinahe pelzige Süße entfalten. Leder 6.9 spielt mit Kontrasten, die sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig vertiefen.
Im Nachklang zeigt der Duft seine kontemplative Seite: Weihrauch glimmt unter Zedern- und Guajakholz, Styrax und das erdige Nagarmotha verankern die Komposition in einer rauchigen, fast meditativen Stille. Es ist dieser harzige Schluss, der dem Extrait seine außergewöhnliche Sillage verleiht – charaktervoll, dunkel funkelnd und unverwechselbar urban.
Ein Parfum für jene, die das Statement der leisen Töne suchen. Leder 6.9 trägt sich wie ein gut geschnittener Mantel aus schwarzem Wildleder: unaufgeregt, präzise, mit einer Aura, die bleibt.
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